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KMU Frauen Schweiz

Der Schweizerische Gewerbeverband sgv, die Nummer 1 der Schweizer KMU-Wirtschaft, vertritt 250 Verbände und gegen 300'000 Unternehmen. Im Interesse der Schweizer KMU setzt sich die Dachorganisation sgv für optimale wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen sowie für ein unternehmensfreundliches Umfeld ein.

Dies gilt auch für die mitarbeitenden Partnerinnen und selbständigen Unternehmerinnen in KMU, die über einen kantonalen Gewerbeverband oder Berufsverband dem sgv angeschlossen sind oder ihm nahe stehen.

Gründung des sgv-Frauennetzwerkes
1994 gründete der sgv die KMU Frauen Schweiz, das Netzwerk der mitarbeitenden Partnerinnen und selbständigen Unternehmerinnen in KMU. Es verfügt nicht über eigene Mitglieder- oder Vereinsstrukturen, sondern funktioniert als lose Plattform für Frauenanliegen innerhalb des sgv. Die KMU Frauen Schweiz sind mit einem eigenen Sitz in der Schweizerischen Gewerbekammer, dem Parlament des sgv, vertreten.

Motto „anerkennen-integrieren-vernetzen“
Unter dem Motto „anerkennen-integrieren-vernetzen“ setzen sich die KMU Frauen Schweiz mit Unterstützung des sgv dafür ein, dass die Leistungen dieser Frauen in der breiten Öffentlichkeit anerkannt und dass sie in den bestehenden Strukturen besser integriert werden und sich vernetzen können.

Konferenz der kantonalen KMU Frauen
In fast allen Kantonen bestehen im Rahmen der kantonalen Gewerbeverbände mehr oder weniger stark organisierte KMU Frauen Gruppen, sei es wiederum als Arbeitsgruppe innerhalb des kantonalen Verbandes oder als eigenständiger Verein, angeschlossen am kantonalen Gewerbeverband. Diese kantonalen KMU Frauen entsenden je eine Delegierte, die sich auf schweizerischer Ebene regelmässig in der Konferenz der Kantonalen KMU Frauen KKF treffen. -> KKF-Mitgliederliste (separates Dokument). Diese Konferenz versteht sich auch als zuständige Organisation der Arbeitswelt (OdA) für die mitarbeitenden Partnerinnen in Familien-KMU.

Tagungen für Verbandsfrauen
Einmal im Jahr führen die KMU Frauen Schweiz eine Veranstaltung speziell für Frauen durch, die sich professionell oder als „Milizfrau“ in einem Verband engagieren, der dem sgv nahesteht. Themen sind: Erfahrungsaustausch, Weiterbildung, Beruf und Familie, Politische Geschäfte, etc.

Die nächste Tagung findet im Rahmen von Synergy 2012 des sgv und der Stiftung KMU Schweiz am 7. November 2012 von 12 bis 17 Uhr im Kursaal Bern statt. Auskünfte unter www.stiftung-kmu.ch.

Telefonische Auskünfte
Unter der Nummer 031 380 14 14 können wir interessierten Frauen und Non-Profit-Organisationen Hinweise, Auskünfte und Informationen zu KMU-Frauen-spezifischen Anliegen geben und ihnen dank unserer umfangreichen Vernetzung (hoffentlich) weiterhelfen.

Die KMU Frauen Schweiz pflegen Kontakte zu anderen nationalen Netzwerken wie etwa den "Business and Professional Women BPW" oder mit dem Forum kaufmännischer Berufsfrauen FOKA.

Auch auf internationaler Ebene sind die KMU Frauen Schweiz bestens vernetzt. So arbeiten sie im Rahmen des Bildungsprojekts ECOA (l’Europe des conjointes d’artisans) mit verschiedenen Handwerksorganisationen  zusammen (Chambre de Métiers et de l’Artisanat du Rhône – Lyon, Handwerkskammer zu Leipzig, Handwerkskammer zu Köln, Cabinet ÖSB Consulting – Linz, Consorzio Confartigianato Formazione – Torino, NHO Handverk – Oslo).

Einige Fakten zum weiblichen Unternehmertum in der Schweiz
Bezüglich der Daten der mitarbeitenden Partnerinnen und selbständigen Unternehmerinnen stützt sich das Netzwerk auf diejenigen des Bundesamtes für Statistik BfS.

Die Schweizerische Arbeitskräfte-Erhebung SAKE, die jedes Jahr anhand einer relativ umfangreichen Stichprobe durchgeführt wird, stellt eine reiche Informationsquelle dar. Für eine im Auftrag des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO durchgeführte besondere Analyse wurden Unternehmerinnen als Gesamtheit aller Selbständigerwerbenden und der Arbeitnehmerinnen, die im eigenen Unternehmen tätig sind, definiert.

Die Auswertung der SAKE-Daten unter Anwendung dieser Definition zeigt folgendes Bild: Von den 470'000 UnternehmerInnen (309'000 Selbständigerwerbende und 161'000 ArbeitnehmerInnen im eigenen Unternehmen) im Dienstleistungs- und Produktionssektor, stellen Frauen etwa einen Drittel (159'000 Frauen oder 34 Prozent).

Der Frauenanteil unter Selbständigen ist demgegenüber mit 40 Prozent relativ hoch. Hingegen sind nur 21 Prozent der Frauen ArbeitnehmerInnen im eigenen Unternehmen. Zieht man die Kategorie der Personen ohne Mitarbeitende mit einem Beschäftigungsgrad, der unter 50 Prozent liegt, ab, steigt der Anteil der Frauen auf 28 Prozent.

Die SAKE-Erhebung zeigt folgendes Profil der Unternehmerinnen:

  • Weibliches Unternehmertum konzentriert sich auf Kleinstunternehmen (44 Prozent, die nur eine Person beschäftigen; bei Männern sind es 34 Prozent);
  • Der Anteil der Frauen in Dienstleistungstätigkeiten ist erheblich (der Frauenanteil im Gesundheits- und Sozial- sowie im Unterrichtswesen liegt bei 60 Prozent);
  • Die Frauen sind im verarbeitenden Gewerbe wenig vertreten (23 Prozent).

Weitere Informationen sind erhältlich unter: http://www.kmu.admin.ch/politik/00105/00107/00111/00771/index.html?lang=de

 

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